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Wie komme ich durch die Wechseljahre? Teil 2

Grundsätzlich gibt es drei Gruppen von körpereigenen, weiblichen Hormone, die verschiedene Funktionen haben.


Östrogene:

  • Wassereinlagerung im Körper allgemein, aber insbesondere in Brüsten, Händen und Füßen

  • Schleimhautaufbau in der Gebärmutter in der ersten Zyklushälfte

  • Weibliche Kurven, Brustentwicklung

  • „Versorger“-Hormon

  • Vaginale Feuchtigkeit und Gesundheit

  • Unterstützung der Vaginalflora

  • Kollagenaufbau in der Haut und im Bindegeweb

  • Emotionalität, Drama, Stimmung

  • Schutz gegen Atherosklerose

  • Gehirnschutz

  • Starke Knochen


Progesteron:

  • Baut in der zweiten Zyklushälfte die Gebärmutterschleimhaut um, damit sich eine befruchtete Eizelle gut einnisten kann

  • Aktiviert GABA-Rezeptoren, Andockstellen im Gehirn, um das Nervenkostüm zu entspannen

  • Entwässert den Körper

  • Entspannt die Brustdrüse


Testosteron:

  • Muskelaufbau

  • Libido

  • Klarer Kopf

  • Tatkraft

Da die Hormonwerte im Blut sehr stark schwanken und von vielen anderen Faktoren beeinflusst werden, ist der sogenannte Hormonstatus nicht immer sinnvoll. Wichtig ist es sich nach den Symptomen zu orientieren.

Wenn man sich zu einer Hormontherapie entscheidet, ist es jedoch schon sinnvoll am Anfang und nach ein paar Monaten einen Hormonstatus abzunehmen um die Therapie überprüfen zu können. Noch wichtiger ist jedoch eine gynäkologische Untersuchung, eine Mammographie und auch eine Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt zu machen um die optimale Therapie zu finden.

Vor allem das erhöhte Krebsrisiko schreckt manche ab, aber wenn vorher eine gute Abklärung gemacht wird und während der Therapie regelmäßige Kontrollen stattfinden, ist es nur gering erhöht. Im Gegensatz dazu, kann Beispielsweise eine Therapie mit Östrogen das Osteoporose Risiko senken.

Es gibt eine Vielzahl an Präparaten mit hormonähnlichen Wirkungen. Das sorgt oft für Verwirrung, besonders, wenn noch Bezeichnungen wie bioident hinzukommen.

Bioidente Hormone werden wie die meisten anderen „Hormonpräparate“ synthetisch hergestellt. Jedoch gleichen sie in ihrer molekularen Struktur her den körpereigenen Hormonen.

Egal für welche Therapie du dich nach ausreichender Aufklärung durch deine Frauenärztin oder deinem Frauenarzt entscheidest, es wird eine Zeit dauernd bis die Therapie optimal wirkt und da sich ja auch immer wieder etwas im Hormonsystem ändert, muss die Therapie immer wieder angepasst werden. Aber du wirst selbst ein gutes Gefühl dafür bekommen, was du brauchst und so mit voller Power durch diese Zeit kommen.



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