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Neues zum Thema Verhütung?

Aus dem Verhütungsreport für Österreich 2019 (https://verhuetungsreport.at/2019) geht hervor:

Das mittelmäßig wirksame Kondom ist mit 38% das am häufigsten angewendete Verhütungsmittel in Österreich.

Unter den wirksamen Methoden führt mit 34% nach wie vor die Pille.

Sehr wirksame Methoden werden deutlich seltener angewendet, gewinnen aber mit zunehmendem Alter an Bedeutung: Hormonspirale 6%, Vasektomie (Sterilisation des Mannes) 4%, Kupferspirale 4%.

Ähnlich selten werden die wenig wirksamen Methoden angewendet: Coitus Interruptus (‚Aufpassen‘) 5%, Tagezählen 3%, Selbstbeobachtung (‚Natürliche Verhütung‘) 3%.

In den letzten Jahren ist die Anwendung der wirksamen hormonellen Methoden von 60% (2012) auf 48% (aktuell) zurückgegangen. Dieser Rückgang wurde allerdings nur marginal durch eine häufigere Anwendung wirksamer nicht hormoneller Methoden ausgeglichen von 8% auf 10%.

Vermeidung hormoneller Methoden Seit einigen Jahren gibt es einen Trend Hormone zur Verhütung abzulehnen. Für 60% der befragten Frauen ist eine hormonfreie Verhütung sehr wichtig bis wichtig.

Hormonskepsis: Hintergründe und Dilemma Der Wunsch nach einer hormonfreien Verhütung muss im Lebenskontext betrachtet werden. Deshalb wurden einige diesem Trend zugrundeliegende Aspekte erhoben.

  • 37% der Frauen vermeiden hormonelle Verhütungsmittel aus Sorge vor Nebenwirkungen.

  • Bei der Wahl der Verhütungsmethode steht für 55% die Wirksamkeit an erster Stelle, während die übrigen 45% in erster Linie nicht in den eigenen Körper ‚eingreifen‘ möchten.

  • 76% der Frauen sind der Meinung, dass es am besten ist, wenn die Vorgänge im Körper ohne Einfluss von außen ablaufen.

  • Frauen, denen die Wirksamkeit ihrer Verhütung am wichtigsten ist, fällt die Entscheidung für eine geeignete Verhütungsmethode signifikant leichter als Frauen, die nicht in ihren Körper eingreifen möchten, (71% zu 53%).

  • Diese Ergebnisse zeigen, dass sich viele Frauen in einem Dilemma befinden: Einerseits möchten sie ihre natürliche Fruchtbarkeit begrenzen, gleichzeitig möchten sie dafür nicht in den Körper ‚eingreifen‘. Das führt dazu, dass seltener und deutlich weniger wirksam verhütet wird.

Aus dem Report geht weiters hervor, dass sich Frauen eine bessere Beratung durch ihren Arzt oder ihrer Ärztin wünschen.


Mittlerweile gibt es eine Fülle an Verhütungsmethoden, insbesondere an verschiedenen Pillen. Neu ist vor allem, dass die als Mini-Pillen bekannten, östrogenfreien Pille, die auch von Raucherinnen und Risikopatientinnen eingenommen werden können, zunehmend eine höhere Verhütungssicherheit bieten.

Weiters kommt die klassische Pille mit einer geringeren Dosis an Östrogen aus und auch eine neue Generation des Progesteronanteils kann mit geringeren Risiken und Nebenwirkungen punkten.


Zum Thema Spirale siehe bitte meinen Blogeintrag: Ist eine Spirale geeignet für mich?


Wenn du eine ausführliche individuelle Beratung möchtest um das ideale Verhütungsmittel für dich zu finden, freue ich mich über eine Terminvereinbarung.




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